SWR 4 Radio Trier in Olzheim am 25.04.2012 am Rasthof zur Schneifel

Die Themenschwerpunkte des diesjährigen Tag gegen Lärm waren zwar offiziell der Fluglärm und die Geräuschumwelt von Kindern, doch die SWR 4 – Reporterin Marion Barzen vom SWR-Studio Trier wollte sich am Rasthof „Schneifel“, direkt an der B 51 / E 29 einen Eindruck von der Lärmkulisse durch diese vom Verkehrsaufkommen autobahnähnlichen Straße in Olzheim machen.  

Trotz ganz kurzfristiger Terminierung folgten etliche Olzheimer Bürgerinnen und Bürger dem Aufruf der Gemeinde, und gaben am Ortstermin Ihre Meinung zur Lärmsituation in Olzheim bekannt. Bürgermeister Hermann Wirtz informierte über die Bemühungen der Gemeinde seit den 1980er Jahren, Lärmschutzmaßnahmen an der E 29 zu erhalten, bisher jedoch trotz Lärmmessungen ergebnislos. Ob eine neue europäische geänderte Lärmverordnung, welche die als zulässig anzunehmenden Grenzwerte senken wird die Chancen auf einen Lärmschutz erhöht, bleibt abzuwarten.

Für die Olzheimer Bürger ist es unverständlich, dass im nahen Dahlem (NRW) eine beispielhafte Lärmschutzmaßnahme an der gleichen Straße mit dem gleichen Verkehrsaufkommen, jedoch mit erst weiter entfernten Wohnbebauung, die Voraussetzungen für eine solche Maßnahme erfüllt, die gleichen Interessen der Olzheimer (RP) jedoch einfach ignoriert werden.

Während den Gemeindevertretern von Olzheim an einem Ortstermin beim LBM in Koblenz, zur Entkräftung der Forderung der Gemeinde für eine Lärmschutzmaßnahme das stagnierende bis sinkende Verkehrsaufkommen genannt wird, wurde für die Notwendigkeit der geplanten Wildbrücke zwischen Reuth und Stadtkyll über die  B 51 / E 29 das steigende Verkehrsaufkommen, und insbesondere das des Schwerlastverkehrs genannt. Diese widersprüchlichen Aussagen sind schwer zu verstehen.

Laut SWR 4 – Bericht am heutigen Mittag hat deren Nachfrage beim LBM in Koblenz ergeben, dass die nächste Verkehrszählung, die für die Entscheidung eines Lärmschutzes herangezogen werden kann, erst 2015 erfolgt. Die Wildzählung bei Reuth hat wohl schon jetzt die erforderlichen Zahlen geliefert, oder das Wild hat wohl eine stärkere Lobby?

 

Manfred Klein